Wort zum Sonntag

  

Morgen räum ich auf….

 

Wie oft wäre ich gern anders, wobei dem Meer ist es völlig egal, ob ich eine Bikinifigur habe, wenn ich hineingehe.

 

Oder kennen Sie das auch, sie kommen von einem Besuch zurück nach Haus und haben das Bedürfnis jetzt erstmal aufzuräumen und auch endlich mal zu streichen.

 

Elke Heidenreich hat zwar gesagt; „ Es kann doch nicht der Sinn des Lebens sein, ein aufgeräumtes Haus zu hinterlassen!“ Aber wenn ich mich umsehe (also ich meine auch bereits den Nahbereich neben meiner Tastatur) sollte ich zurzeit besser nicht sterben. Das wär schon echt peinlich, wenn sich hier jemand durchwühlen sollte.

 

So ganz zufrieden ist wohl niemand mit sich.

 

Und sollten wir auch nicht sein.

 

Der Dalai Lama meint, dass es nur zwei Tage im Jahr gibt, an denen wir nichts tun können, der eine ist gestern, der andere ist morgen. Aber heute ist der richtige Tag zu lieben, zu glauben und in erster Linie zu leben.

 

Die Reihenfolge mag bei dem einen oder anderen eine andere sein.

 

Da ich mir sicher bin, hier auf Erden nur dieses eine Leben zu haben, brauche ich meinen Glauben.

 

Ich brauche die Gewissheit, dass die Last der Welt nicht auf meinen Schultern sondern auf den Schultern Gottes ruht. Nur so kann ich immer wieder versuchen, es jeden Tag ein wenig besser zu machen. Jeden Tag nehmen, wie ein frisches T-Shirt, ich werde mich zwar immer wieder bekleckern aber es ist schon viel wert, wenn ich mir nicht absichtlich meine dreckigen Pfoten darin abwische, weil es doch eh egal ist.

 

Und wenn wir es schaffen sollten, die Menschen mit Liebe anzusehen, also so anzusehen, wie Gott sie gemeint hat, dann brauchen wir keine Obergrenze an Menschlichkeit.

 

Wir dürfen und sollten aber auch uns mit Liebe ansehen, denn auch uns hat Gott so gemeint.

 

Wenn ich ins Meer steige, bin ich darum noch lange nicht für Ebbe und Flut verantwortlich nur für ein paar Wellen um mich herum. Nur die sollte ich auch schlagen, damit von mir nicht nur ein unaufgeräumter Schreibtisch übrig bleibt. Wobei, vielleicht räum ich den ja morgen doch mal auf. (Gebügelt hab ich gestern schon!)

 

Ich wünsch uns allen ein Leben, in dem wir Wellen schlagen, lieben und geliebt werden, weil Gott uns so gemeint hat.

 

Ihre Beritt Mahrt

 

 

Wir veröffentlichen unser geistliches Wort  wöchentlich im "Keesblatt", einem Anzeigeblatt für die Wilstermarsch. An dieser Stelle erscheint jede Woche ein aktuelles "Wort zum Sonntag", die "Online-Version".

 

Herausgeber: Arbeitsgemeinschaft der Kirchengemeinden in der Wilstermarsch
Verantwortlich: Pastor Jens Siebmann, Schulstraße 2, 25599 Wewelsfleth,
) 04829/380

Wir freuen uns über Ihre Reaktion! Schicken Sie uns eine Mail!

Hier geht's zu den Kirchengemeinden der Wilstermarsch:
Kirchengemeinde Wilster
  Kirchengemeinde Wewelsfleth  Kirchengemeinde Beidenfleth
Kirchengemeinde St. Margarethen/Brokdorf 
   Kirchengemeinde Krummendiek/Mehlbek