Pressemitteilung:
„Else”
warrt fohr’n
„Else“ wartt fohr’n – das ist das Ergebnis der Sitzung der Gemeindevertretungen Bahrenfleth und Beidenfleth vom Dienstag, 31.1.2006
Nachdem der
Neubau der Seilfähre im November 2005 europaweit öffentlich
ausgeschrieben worden war, hatten sich fünf Werften aus ganz Deutschland
um den Bauauftrag beworben.
Nun steht es
fest: Der Auftrag geht für eine Auftragssumme von 470.000 Euro an die
Rean-Werft in Saßnitz auf Rügen, die das günstigste Angebot vorgelegt
hatte. Die Auftraggeber rechnen damit, dass die neue Fähre, die übrigens
genau wie die alte Fähre „ELSE“ heißen wird, im August in Betrieb
genommen werden kann.
„Ein optimal
passendes Ausschreibungsergebnis, das im Finanzierungsrahmen liegt“,
freuen sich die Bürgermeister Harm Früchtenicht aus Bahrenfleth und
Peter Krey aus Beidenfleth darüber, dass es nun endlich losgeht. Nun
müssen die Vertragsverhandlungen mit der Werft noch abgeschlossen werden.
Im August dann
wird die alte Fähre endgültig ausgedient haben. Sie wird im Herbst
voraussichtlich verschrottet werden.
Ebenfalls
befassen mussten sich die Gemeindevertreter mit der Verpachtung des
Fährbetriebes der neuen Fähre. Dafür liegen kompetente Bewerbungen vor.
Es wurde ein Gremium benannt, das mit den Bewerbern Vertragsgespräche
führt. Die Entscheidung wird dann zügig getroffen werden, so dass die
neuen Pächter sich bereits beim Bau der Fähre mit ihren Ideen einbringen
können. „Das war uns genauso wichtig, wie auch die Tatsache, dass wir
überhaupt Betreiberinteressenten gefunden haben,“ machten Früchtenicht
und Krey deutlich. „Endlich ist alles in trockenen Tüchern“, teilte
der leitende Verwaltungsbeamte des Amtes Wilstermarsch, Hans-Werner
Speerforck ergänzend mit. Einziger Wermutstropfen: Die Gemeinden rechnen
mit einem Zuschussbedarf von 20.000 Euro im Jahr, der aus öffentlichen
Mitteln finanziert werden muss. „Das
ist politisch entschieden. Selten habe ich bei den Kommunalparlamenten in
Gemeinden und angrenzenden Ämtern eine solche Einigkeit über Grenzen
hinweg erlebt“, so Speerforck und schloss den Kreistag des Kreises
Steinburg ausdrücklich mit ein. Einigkeit macht bekanntlich stark und nur
diese Tatsache war es, die zur schnellen Bewilligung von EU-Mitteln sowie
von Geldern der Stadt Hamburg und des Landes Schleswig-Holstein geführt
hat. Und die Folgekosten schultern die angrenzenden Gemeinden und Ämter
künftig gemeinsam mit dem Förderverein „ELSE“.
02.02.2006
H.-W. Speerforck